{"id":17324,"date":"2019-07-07T14:33:36","date_gmt":"2019-07-07T14:33:36","guid":{"rendered":"http:\/\/meijenfeldt.nl\/?page_id=17324"},"modified":"2020-10-15T17:50:19","modified_gmt":"2020-10-15T17:50:19","slug":"saarinen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/meijenfeldt.nl\/?page_id=17324","title":{"rendered":"Saarinen"},"content":{"rendered":"<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000000; font-size: 14pt;\"><span class=\"s2\">Hannes Saarinen, \u201cDanzig und Karl XII. im Nordischen Krieg\u201d, in \u201cB\u00fcrgerstadt und absoluter Kriegsherr\u201d, Finnische Historische Gesellschaft, <\/span><span class=\"s2\">Gef\u00f6rdert von der Copernicus-Vereinigung zur Pflege der Heimatkunde und Geschichte Westpreu\u00dfens e.V., M\u00fcnster\/Westf<\/span><span class=\"s2\">.<\/span><span class=\"s2\">, Helsinki 1996.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\">Pag. 209<\/span><\/span> (1703)<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Au\u00dferdem hatten sich seine Offiziere, wie D\u00fccker und Meijerfeldt, oft und lange in Danzig aufgehalten. Dennoch w\u00e4re ein Angriff auf Danzig ein unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig aufwendiger Kraftakt gewesen, der ihn von seinem eigentlichen Ziel abgehalten h\u00e4tte. Das Einlenken der Danziger konnte\u00a0Karl XII. nur willkommen sein.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\">Pag. 237<\/span><\/span> (juni 1704)<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nur das Meijerfeldtsche Regiment hielt sich noch im Danziger Werder auf. Danzig hatte sich schon im Februar bereiterkl\u00e4ren m\u00fcssen. an die tausend Pferde der Schweden in sein Werder aufzunehmen und sie f\u00fcr Geld &#8220;auszuf\u00fcttern&#8221;. Als Meijerfeldt im Juli abmarschieren wollte. forderte er 200 mit je vier Pferden bespannte Wagen &#8211; ohne Entgelt -. um Proviant. Gewehre und Munition seines Regiments abtransportieren zu k\u00f6nnen. Die Stadt wollte den Bauern inihren L\u00e4ndereien diese Requirierung nicht zumuten. aber die daraufhin gestellte Frage, ob Danzig vor Karl XII. die Verhinderung des Abmarsches verantworten k\u00f6nne. gen\u00fcgte. um den Rat zum Nachgeben\u00a0zu veranlassen.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 255<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Cuvpercrona richtete zun\u00e4chst nicht viel aus (<span class=\"s5\">tegen de <\/span><span class=\"s5\">aanwezigheid van <\/span><span class=\"s5\">Woiwode von Marienburg Piotr Kczewski<\/span><span class=\"s5\"> in Danzig<\/span><span class=\"s5\"> \u2013 HvM<\/span>). Wahrscheinlich scheute er sich, den Auftrag seines K\u00f6nigs in der gew\u00fcnschten scharfen Form auszuf\u00fchren, und er verlie\u00df sich zun\u00e4chst darauf da\u00df es dem schwedischen Major Meijerfeldt, der sein Quartier in Dirschau hatte, gelingen w\u00fcrde den Woiwoden gefangen zu nehmen. Dazu mu\u00dfte sich dieser allerdings aus der Stadt hinaus begeben. <sup>67<\/sup> Innerhalb der Festungsmauern bot die Stadt durchaus einen Schutz, den die Schweden nicht ohne weiteres zu verletzen wagten. und gerade deshalb hielten sich ja viele Gegner der Schweden in Danzig auf. Inzwischen hatte sich noch einzweiter Magnat der Augustschen Partei, F\u00fcrst Jan Radziwill. Woiwod von Nowogr\u00f6dek. aus einer der reichsten Familien Polens. Verwandt mit dem Kronschatzmeister Przebendowski und mit dem s\u00e4chsischen Feldmarschall Flemming, in Danzig eingefunden. Beide wurden st\u00e4ndig. was immer sie unternahmen. im Auftrag der Schweden auch innerhalb der Stadtmauern observiert.<sup>68<\/sup><br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n\u200b<span class=\"s6\">67 Cuypercrona <\/span><span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Karl XII. <\/span><span class=\"s6\">vom<\/span><span class=\"s6\"> 14.\/24.4.1705, RA Polonica vol. 260.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u200b<span class=\"s6\">68 Meijerfeldt <\/span><span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Karl XII. <\/span><span class=\"s6\">am<\/span><span class=\"s6\"> 12\/22.4.1705, RA Skrivelser till konungen. Karl XII<\/span><span class=\"s6\">:s\u00a0<\/span><span class=\"s6\">tid<\/span><span class=\"s6\">. <\/span><span class=\"s6\">Ser. 1.<\/span><span class=\"s6\"> Radziwill hatte sich schon im Herbst 1704 mit Przebendowski in Danzig\u00a0<\/span><span class=\"s6\">getroffen<\/span><span class=\"s6\">. Als Przebendowski im <\/span><span class=\"s6\">November<\/span><span class=\"s6\"> Danzig verlie\u00df. versuchten die Schweden\u00a0<\/span><span class=\"s6\">ihn von Elbing aus zu kapern.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span class=\"s4\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Pag.<\/span> 260<\/span><span class=\"s4\"> (teken van eigen neutraliteit)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">So wie vor einigen Jahren Danzig Cuypercrona nicht ausgeliefert hatte. obwohl der eigene K\u00f6nig es mit Nachdruck verlangte, so war es genauso konsequent. auch Kczewski und Radziwill nicht dieser Gefahr auszusetzen.94<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">94. Dieses Argument f\u00fchrte der Ratspr\u00e4sident mehrmals an, zun\u00e4chst gegen\u00fcber Piper<\/span> <span class=\"s6\">(siehe oben), dann gegen\u00fcber Cuypercrona, der auf den Unterschied hinwies_ da\u00df\u00a0<\/span><span class=\"s6\">er<\/span><span class=\"s6\"> akkreditiert gewesen sei, und sp\u00e4ter u.a. im Gespr\u00e4ch mit Meijerfeldt. Cuypercrona\u00a0<\/span><span class=\"s6\">an Piper vom (12.) 22. 5. 1705, RA Polonica vol. 260; Meijerfeldt an Karl XII. vom\u00a0<\/span><span class=\"s6\">(13.) 23.6. 1705, RA Skrivelser till konungen, Karl XII<\/span><span class=\"s6\">:s<\/span><span class=\"s6\"> tid, Ser. <\/span><span class=\"s6\">I .<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\">Pag. 261<\/span><span class=\"s4\">-26<\/span><span class=\"s4\">3<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nun war zwar Karl XII. mit seinem Heer immer noch in Rawicz (Rawitsch) an der Grenze zu Schlesien, und damit recht weit von Danzig, aber er hatte in Dirschau und Umgebung seinen Generalmajor Meijerfeldt mit einigen Truppen zur\u00fcckgelassen. Dieser bekam dann auch in viel drastischeren Ausdr\u00fccken die Meinung und Absicht seines K\u00f6nigs \u00fcbermittelt. &#8220;Schepski und Radshvil&#8221; waren fir Karl XII. zur fixen Idee geworden, er m\u00fcsse sie tot oder lebendig haben, und wenn die Stadt &#8220;quietschen&#8221; (pipa eller sjunga) w\u00fcrde. Karl XII. gab Anweisung. falls sich die Stadt gegen die Auslieferung wehre. da\u00df dies ihr heimgezahlt werden m\u00fcsse, indem alle Werder und Vorst\u00e4dte abgebrannt werden sollten. Und nicht nur das: &#8220;Und soll die Stadt au\u00dferdem nachM\u00f6glichkeit abgesperrt werden, und es soll nicht dabei bleiben, sondern die Stadt mu\u00df danach angegriffen werden und dem Erdboden gleichgemacht werden.&#8221;97<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Meijerfeldt, dem von seinem K\u00f6nig schon fr\u00fcher \u00e4hnliche Aufgaben, u.a. gegen die Stadt Lublin, aufgetragen worden waren und der sich offenbar bew\u00e4hrt hatte.98 trug den ersten Teil seines Befehls am 22. Juni dem Ratspr\u00e4sidenten vor. Er erfuhr zun\u00e4chst einmal von diesem. da\u00df dieser geh\u00f6rt habe, die Herren seien abgereist. Daraufhin berichtete der Generalmajor vom Zorn Karls XII. und von der an ihn ergangenen Order. in die (sic) Danziger Werder einzur\u00fccken, in denen er &#8220;sengen und brennen&#8221; sollte. Meijerfeldt lie\u00df aber auch durchblicken. da\u00df er versucht habe, seinen K\u00f6nig von diesem Gedanken abzubringen.99 Den Ratsherren mu\u00df der Schrecken in die Glieder gefahren sein. Nach Cuvpercronas Informationen wurde der Ratsherr Hoppe sogleich nach Berlin abgefertigt. um dort Hilfe zu suchen.10\u00b0 Aber den Schwedengegen\u00fcber zeigte sich Danzig zun\u00e4chst noch standhaft.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Was Meijerfeldt und auch Cuypercrona mit der n\u00e4chsten Post aus Danzig mitteilten, mu\u00df Karl XII. als eine schwere Niederlage empfunden haben. die er dann auf seine Weise mit noch gr\u00f6beren Ausf\u00e4llen gegen die B\u00fcrgerstadt beantwortete. Als Cuvpercrona Ende Juni im Rathaus vorgesprochen und nun schon zum wiederholten Mal die &#8220;Extradierung&#8221; der beiden Polen verlangt hatte. sagte auch ihm der Ratspr\u00e4sident kurz und b\u00fcndig, da\u00df dies nicht ginge: &#8220;sindt schon beydeweg&#8221;.101 Offenbar hatte Kczewski Danzig schon vor einem knappen Monat Ende Mai, heimlich verlassen.&#8217;0&#8242; Radziwill vor einer Woche (16.6.); jetzt bekamen die Schweden das Ger\u00fccht von offizieller Seite\u00a0best\u00e4tigt.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Nach allem zu urteilen. war der Ratspr\u00e4sident erleichtert, da\u00df das Problem auf diese Weise eine L\u00f6sung gefunden hatte, aber er mu\u00dfte daf\u00fcr nun mit dem unbez\u00e4hmbaren Zorn des schwedischen K\u00f6nigs \u00fcber das Entweichen seiner Feinde rechnen. Als Meijerfeldt dem Ratspr\u00e4sidenten Vorhaltungen machte und verlangte, da\u00df die beiden Magnaten wieder nach Danzig beschafft werden m\u00fc\u00dften (er vermutete sie in einem Kloster), verwies dieser zun\u00e4chst darauf; da\u00df das unm\u00f6glichsei und vertr\u00f6stete Meijerfeldt damit, da\u00df nach Beratschlagung mit den anderen Ordnungen demn\u00e4chst eine Supplique an den schwedischen K\u00f6nig gerichtet w\u00fcrde. Eigentlich hatte ja Meijerfeldt den Befehl in der Hand, was jetzt mit Danzig zu geschehen habe, aber er z\u00f6gerte\u00a0noch. Seinem K\u00f6nig schrieb er, da\u00df er die Resolution des Rates und\u00a0weitere Order seines Herrschers abwarten wolle.103 Die eine Resolution des Rats war, da\u00df er sich, wie<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u200b<span style=\"font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">97 Karl XII. an Meijerfeldt <\/span><span class=\"s6\">am<\/span><span class=\"s6\"> ersten Pfingsttag (27.5. st.v.) 1705. <\/span><span class=\"s6\">in<\/span><span class=\"s6\">: Konung Karl\u00a0<\/span><span class=\"s6\">XI:s <\/span><span class=\"s6\">egenh\u00e5ndiga<\/span><span class=\"s6\"> bref, S. 341-343. Auch an Cuypercrona wurde ein entsprechender\u00a0<\/span><span class=\"s6\">Befehl gerichtet, der jedoch nicht erhalten ist, vielleicht auch gar nicht Cuypercrona\u00a0<\/span><span class=\"s6\">erreicht<\/span><span class=\"s6\"> hat. Die Kanzlei wurde hierbei umgangen. <\/span><span class=\"s6\">aber<\/span><span class=\"s6\"> Hermelin hatte dennoch\u00a0<\/span><span class=\"s6\">den<\/span><span class=\"s6\"> Verdacht da\u00df Karl XII. wom\u00f6glich einen Angriffsbefehl abgeschickt hatte. Hermelin\u00a0<\/span><span class=\"s6\">an Palmquist <\/span><span class=\"s6\">am<\/span><span class=\"s6\"> 1.(10.)6.1705. RA Hollandica vol. 300. In keinem seiner\u00a0<\/span><span class=\"s6\">Briefe vom Sommer 1705 bezieht sich Cuypercrona auf ein Schreiben Karls XII.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">98 Bengtsson, S. 210.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">99 &#8220;Recessus der Negotiation des H. General Major <\/span><span class=\"s6\">Meyerfelds,<\/span><span class=\"s6\"> die extradition des\u00a0<\/span><span class=\"s6\">Marienb.<\/span> <span class=\"s6\">H. Woywoden Tczewski (<\/span><span class=\"s6\">sic<\/span><span class=\"s6\">) und des F\u00fcrsten Radzivils betreffende&#8221; (22.6.<\/span><span class=\"s6\">&#8211; 20.7.1705), fot. 532-536. AP 300.31&#8217;17.\u00a0<\/span><span class=\"s6\">100 Dies mu\u00df insgeheim geschehen sein, jedoch erfuhr Cuypercrona sehr bald davon.\u00a0<\/span><span class=\"s6\">Cuvpercrona an Piper vom 14<\/span><span class=\"s6\">.\/<\/span><span class=\"s6\">24.6, 16.\/26.6. <\/span><span class=\"s6\">und<\/span><span class=\"s6\"> 23.6.\/3.7.1705. <\/span><span class=\"s6\">RA Polonica vol.\u00a0<\/span><span class=\"s6\">260. Im letzten Brief hei\u00dft es aber, da\u00df Hoppe gar nicht direkt nach Berlin gereist\u00a0<\/span><span class=\"s6\">sei, sondern nach Zerbst.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">101 Cuypercrona an Staatsrat Piper vom 14.(24.)6.1705. RA Polonica vol. 260.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">102 Cuypercrona hat dies schon Anfang <\/span><span class=\"s6\">Juni<\/span><span class=\"s6\"> seinem K\u00f6nig berichtet (Backman S.171),<\/span> <span class=\"s6\">aber dessen Brandschatzungsbefehl vom 5.6. st.n. war nicht erst durch diesen\u00a0<\/span><span class=\"s6\">Bescheid<\/span><span class=\"s6\"> verursacht, sondern vorher gefa\u00dft worden. Kczewski kam wahrscheinlich\u00a0<\/span><span class=\"s6\">noch<\/span><span class=\"s6\"> einmal nach Danzig zur\u00fcck und verlie\u00df die Stadt abermals Mitte Juni. Riese\u00a0<\/span><span class=\"s6\">an Sehested vom 24.6.1705, KRA, Tyske Kancelli II, Danzig B 11.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u200b<\/span><span class=\"s6\"><span style=\"font-size: 10pt;\">103 Meijerfeldt an Karl XII vom<\/span> <span style=\"font-size: 10pt;\">13.(23).6.1705, RA Skrivelser till konungen. Karl XII<\/span><\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">:s<\/span> <span class=\"s6\">tid. Ser. 1.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 264<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Abb. 19. Seite aus einem Brief des schwedischen Generalmajors Johan\u00a0August Meijerfeldt vom 13\/23. Juni 1705 aus Danzig an Karl XII., den\u00a0dieser mit Zeichnungen kommentiert hat.<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 265<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bei den mehrmaligen Treffen zwischen Ratspr\u00e4sident, Cuypercrona und Meijerfeldt Ende Juni und Anfang Juli, bei denen Meijerfeldt nach eigenem Bekunden jenem &#8220;die H\u00f6lle hei\u00df gemachet&#8221;, die Danziger es jedoch immer &#8220;aufl\u00df excusiren&#8221; anlegten,106 tauchte dann auch der Gedanke auf,. ob die Sache nicht durch Bezahlung einer Geldsumme an den schwedischen K\u00f6nig beigelegt werden k\u00f6nne.107 In der Stadt kursierten Ger\u00fcchte von enormen Summen &#8211; bis zu 400 000 Talern -. die die Schweden, allen voran Cuypercrona und Meijerfeldt, verlangt h\u00e4tten.108 Der Offizier Karls XII. daraufhin zur Rede gestellt, bezeichnete dies gekr\u00e4nkt als unwahr, &#8220;allerma\u00dfen sein K\u00f6nig nicht einen Schilling verlangte, sondern nur blo\u00df seine gloire suchte&#8221;.109<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">106 Meijerfeldt (Dirschau) an Karl XII. vom 18.(<\/span><span class=\"s6\">28).6.1705, RA Skrifvelser till Konungen, Karl XII<\/span><span class=\"s6\">:s<\/span><span class=\"s6\">tid, Ser. 1.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">107 Nach Gralath, Bd. 3, S. 243 stammte diese Idee &#8220;eines freiwilligen Geschenkes&#8221; von Meijerfeldt. Der Vorschlag, &#8220;da\u00df dem K\u00f6nig in (<\/span><span class=\"s6\">sic<\/span><span class=\"s6\">) Schweden zu bes\u00e4nfftigen, ein Don gratuit von E. Rath verschlagtet werden m\u00f6chte&#8221;, kam aber von Piper. In einem Vermerk \u00fcber ein Gespr\u00e4ch zwischen Meijerfeldt und dem Ratspr\u00e4sidenten hei\u00dft es weiter, da\u00df Meijerfeldt keine Order von Karl XII. besessen habe auch nur einen Taler von der Stadt zu fordern, jedoch zu verstehen gegeben habe, da\u00df er &#8220;einige 100 000 Reichsthaler fordern wolle&#8221;. Vermerk vom 5.7.1705, fol. 543, AP 300,31\/17; vgl. Piper an den Rat Danzigs vom 23.6.(3.7.)1705, AP 300,33\/1056. Die Idee ist wohl so entstanden, da\u00df der Ratspr\u00e4sident eher zur Information die Schweden gefragt hatte, ob nicht hinter dieser Druckaus\u00fcbung wieder eine Geldforderung<\/span> <span class=\"s6\">st\u00fcnde, worauf Meijerfeldt dies zwar zur\u00fcckwies, aber nun wu\u00dfte, da\u00df aus der Aff\u00e4re gegebenenfalls Geld herauszuholen war. Meijerfeldt an Piper vom 18.\/28.1705. RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns .<\/span><span class=\"s6\">..<\/span><span class=\"s6\"> vol. 100.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">108 Die Sch\u00f6ffen verlangten eine Bestrafung der &#8220;frevelhafften <\/span><span class=\"s6\">leute<\/span><span class=\"s6\">&#8220;, die solche Reden beim Spaziergang vor dem Artushof zum besten gaben. RezeB der 2. Ordnung vom 13.7.1705, AP 300,10\/58. Auch Cuypercrona berichtete von diesen Ger\u00fcchten und erw\u00e4hnte die Summe von 400 000 Reichstalern. Cuypercrona an Karl XII. vom 16.\/ 26.6.1705, RA Polonica vol. 260. In einem sp\u00e4teren Brief bestritt er vehement Urheber dieser Forderung zu sein. Cuypercrona an Piper vom 17.\/27.7.1705, ebenda.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">109 Vermerk \u00fcber Gespr\u00e4ch zwischen Meijerfeldt und Ratspr\u00e4sident vom 30.6.1705, fol. 542. AP 300,31\/17.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\">Pag. 266<\/span><span class=\"s4\">-267<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Meijerfeldt machte nun mit den Danzigern die gleichen Erfahrungen wie seinerzeit Stenbock. er kam und kam nicht voran und mu\u00dfte deshalb um die Gnade seines K\u00f6nigs besorgt sein. Von Stenbock war keine Hilfe zu erwarten, denn Meijerfeldt steckte gerade in einem Proze\u00df mit ihm wegen einer internen Armeeangelegenheit.110<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend in der Stadt schon Ger\u00fcchte umliefen. da\u00df Karl XII. Eine Bombardierung der Stadt vorbereite, erhielt Meijerfeldt eine neue scharfe Order aus Rawicz: Wenn die Stadt nicht sofort &#8220;ihrer Schuldigkeit&#8221; nachkomme und ihm die zwei Herren herbeischaffe. so m\u00fcsse unverz\u00fcglich mit der Bestrafung begonnen und die Danziger &#8220;ruiniert&#8221; werden.111 Der Ratspr\u00e4sident erfuhr von Meijerfeldt, mit welchen \u00e4u\u00dfersten\u00a0Konsequenzen die Stadt rechnen m\u00fcsse, d.h. da\u00df dieser &#8220;der Stadt Dorffschaften mit Feuer und Schwerdt anzugreifen&#8221; gedenke. Dies war der Zeitpunkt, als der Rat endlich die \u00fcbrigen Ordnungen \u00fcber die ganze Aff\u00e4re informieren mu\u00dfte, um einen Schlu\u00df zustande zu bringen.Die bisherige monatelange Geheimhaltung war allerdings von Cuypercrona und nicht allein vom Ratspr\u00e4sidenten gew\u00fcnscht worden. Der Resident hatte auch nicht verhehlt warum: damit die beiden Magnaten nicht vorgewarnt w\u00fcrden. Darauf hatte der Pr\u00e4sident allerdings erwidert, da\u00df die Angelegenheit so wichtig sei, da\u00df er es nicht verantworten k\u00f6nne, das &#8220;Secretum so genau&#8221; zu halten und wenigstens die Ratsherren ins Vertrauen ziehen m\u00fcsse.112 Und inzwischen war in diesen Fall auch die dritte Ordnung eingeweiht worden. Die gemeinsame Beratschlagung hatte, im Vergleich zu den hektischen Sitzungen im Jahr zuvor, einen recht geruhsamen Verlauf.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Allerdings war schon seit Anfang Juli der Kriegsrat eingeschaltet worden,113 und dieser traf einige Vorsorge f\u00fcr die Verteidigung des Danziger Werders. Verglichen mit Karls XII. Angriffsbefehlen waren die \u00dcberlegungen der Danziger Ratsherren und B\u00fcrger v\u00f6llig entgegengesetzter Art. Sie waren darauf bedacht, den Konflikt weitgehend zu vermeiden. Unmittelbar n\u00f6rdlich von Dirschau, wo Meijerfeldt stationiert war, wurden im ersten Danziger Dorf, in G\u00fcttland, Posten aufgestellt.Sie wurden angewiesen, den Schweden auch dann nicht mit Gewalt zu begegnen, falls diese sich nicht &#8220;mit guten Worten&#8221; abweisen lie\u00dfen. Wenn sie dann &#8220;eingesickert&#8221; seien, solle man davon Meldung geben und &#8220;fernere Order&#8221; abwarten. Mehr Mannschaft wollte der <\/span><span style=\"color: #000000;\">Kriegsrat nicht in das Werder schicken lassen. Er warnte aber die Einsassen und das Danziger Fleischergewerk, da\u00df diese wegen ihres Viehs Vorsorge treffen sollten, um es &#8220;bey Zeiten nach der Stadt in Sicherheit bringen zu k\u00f6nnen&#8221;.114<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">110 Meijerfeldt an Piper vom 25.6.(5.7.) und 30.6.\/11.7.(sic)1705, RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns .<\/span><span class=\"s6\">..<\/span><span class=\"s6\"> vol. 100.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">111 Karl XII.<\/span> <span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Meijerfeldt am 20.(30).6. <\/span><span class=\"s6\">1705, in: Konung Karl XII:s <\/span><span class=\"s6\">egenh\u00e4ndiga<\/span><span class=\"s6\"> bref. S. 343.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">112 Prop. <\/span><span class=\"s6\">des<\/span><span class=\"s6\"> Rates vom 7.7.1705, AP 300.10\/58; Vermerk \u00fcber Gespr\u00e4ch zwischen Cuypercrona und dem Ratspr\u00e4sidenten o.D. (Februar 1705), fol. 538, AP 300,31\/17.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">113 Cuypercrona berichtete in seinem Brief an Karl XII. vom 23.6.\/3.7.1705 (RA Polonica, vol. 261), da\u00df der Danziger Kriegsrat t\u00e4glich beisammen sei.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\">Pag. 267<\/span><span class=\"s4\">-268<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Mittlerweile versch\u00e4rfte sich die Situation fir Danzig aber doch erheblich. Meijerfeldt hatte am 7. Juli, nach seinem letzten Treffen mit dem Ratspr\u00e4sideten, die Stadt unverz\u00fcglich verlassen, urn von Dirschau aus Anstalten f\u00fcr das Einr\u00fccken der Schweden in die Danziger Werder\u00a0zu treffen. Aber er wollte dennoch, statt alles zu verbrennen und zu zerst\u00f6ren, seinem K\u00f6nig die M\u00f6glichkeit offenlassen, aus der Aff\u00e4re Geld herauszuschlagen. So meinte Meijerfeldt, wenn er sich in die Werder der Danziger einlogiere: &#8220;Sie werden ein ton golde\u00df geben. wen ich sie werde \u00e4ngstigen durch den effect.&#8221; Er wollte aber einen neuen Befehl abwarten, falls er sich auf keine Geldvereinbarung einlassen solle.116 Meijerfeldts Vorsicht, &#8220;es nicht zu extremiteten&#8221;\u00a0kommen zu lassen. war sicherlich auch im Sinne der schwedischen Kanzlei und beruhte wohl auch auf dem guten Einvernehmen zwischen ihm, Hermelin und Piper.117<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Auch Cuypercrona, der sich Hermelin gegen\u00fcber beklagt hatte, wie nur Gott am besten wisse. &#8220;was fir beschwerden ich die\u00dfe letzte 5 Jahre gehabt habe 118 hatte dessen ungeachtet, was er von dem nicht ernst zu nehmenden Widerstand der Danziger berichtet hatte. Dennoch Bedenken, da\u00df sich die Angelegenheit zu einem schwerwiegenden Konflikt ausweiten k\u00f6nnte. Cuvpercrona lie\u00df durchblicken, da\u00df Meijerfeldt der seiner Meinung nach sehr wohl darauf bestand. in die Werder\u00a0einzuziehen. dies gar nicht durchzuf\u00fchren brauche. da wie er erfahren habe, die Stadt bereits ein &#8220;sehr Submisses deprecations Schreiben&#8221; an Karl XII. verfa\u00dft habe.119<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Bevor dieses Schreiben an die Schweden abgefa\u00dft wurde, war der Rat aber auch in anderer Richtung nicht m\u00fc\u00dfig geblieben und hatte den holl\u00e4ndischen Gesandten Haersolte und den englischen Gesandten Robinson \u00fcber den Vorfall mit Meijerfeldt informiert. Auch Kardinal Radziejowski versprach. Danzig behilflich zu sein. Mit ihm wurde auch die Geldfrage er\u00f6rtert. Er meinte- der Rat brauche nicht die von diesem inzwischen in Erw\u00e4gung gezogenen 40 000 Reichstaler zu spendieren.\u00a0sondern er selbst w\u00fcrde 60 000 Taler beschaffen, um Karl XII. zufriedenzustellen.120 Ob der Kardinal ein erfolgreicher F\u00fcrsprecher f\u00fcr Danzig bei Karl XII. h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. ist zu bezweifeln. da er sich stets bei endg\u00fcltigen Entscheidungen sehr schwer tat. Er traute sich auch gar nicht mehr aus der Stadt heraus, weder zum Warschauer Reichstag noch zur sp\u00e4teren Kr\u00f6nung im September.121<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Alle, auch der preu\u00dfische Resident Rubach. mi\u00dfbilligten die &#8220;Zumutungen&#8221; des schwedischen K\u00f6nigs. Robinson meinte. da\u00df die Angelegenheit mit 50 bis 60 000 Reichstalern aus der Welt zu schaffen sei. Die Herren Gesandten waren sich allerdings nicht ganz einig, welche Summe nun die angemessenste w\u00e4re. Haersolte h\u00e4tte lieber etwas mehrbezahlt. und Robinson war dann wieder pessimistisch, er k\u00f6nne Danzig h\u00f6chstens 14 Tage Ruhe verschaffen. Robinson versprach sogar, in dieser heiklen Ehrensache zu vermitteln, da offenbar beide. und zwar &#8220;Rex Sueciae zu fordern. die Stadt zu bieten, sich sch\u00e4meten&#8221;. Robinson hatte sehr wohl erkannt. da\u00df es sich bei Karl XII. um seinen &#8220;point d&#8217;honneur&#8221; handelte.&#8221; 122<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">116 Meijerfeldt an Karl XII. (27.6)8.7.1705 (Dirschau), RA Skrivelser till konungen,<\/span> <span class=\"s6\">Karl XII<\/span><span class=\"s6\">:s<\/span><span class=\"s6\"> tid. Ser. I. (Hier wird, wie meist, von den Werdern im Plural gesprochen).<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">117 Meijerfeldt an Hermelin <\/span><span class=\"s6\">am<\/span><span class=\"s6\"> (4.)14.7.1705, RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns koncept, Karl<\/span> <span class=\"s6\">XII<\/span><span class=\"s6\">:s<\/span><span class=\"s6\"> tid, vol. 80; Olsson, S. 386.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">118 Cuypercrona <\/span><span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Hermelin vom 16.\/26.6.1705, RA Polonica vol. 260.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">119 Cuvpercrona <\/span><span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Karl XII. <\/span><span class=\"s6\">vom<\/span><span class=\"s6\"> 30.6.\/10.7.1705 (Postscriptum vom 1.\/11.7.), RA<\/span> <span class=\"s6\">Polonica vol. 260.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">120 &#8216;Recessus der Negotiation des H. General Major <\/span><span class=\"s6\">Meverfelds,<\/span><span class=\"s6\"> die extradition des<\/span> <span class=\"s6\">Marienb. H. Woywoden Tczewski (sic) und des F\u00fcrsten Radzivils betreffende&#8217; (22.6<\/span><span class=\"s6\">.-<\/span><span class=\"s6\"> 20.7.1705), fol. 532-536. <\/span><span class=\"s6\">AP 300.31\/17.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">121 Cuypercronas Bericht <\/span><span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Karl XII. <\/span><span class=\"s6\">vom<\/span><span class=\"s6\"> 14.\/24.7.1705, RA Polonica vol. 260: G.<\/span> <span class=\"s6\">Nordberg, Bd. 1, S. 619.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">122 Vermerk \u00fcber Gespr\u00e4ch zwischen Ratspr\u00e4sident von Danzig und Robinson vom<\/span> <span class=\"s6\">10.7.1705, fol. 547r, AP 300<\/span><span class=\"s6\">,31<\/span><span class=\"s6\">\/17.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 270<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Hermelin lie\u00df die Danziger &#8220;unter der Hand wissen&#8221;, da\u00df alles gut verlaufen w\u00fcrde. wenn die Stadt eine einfache Entschuldigung ohne Nennung irgendwelcher Privilegien anbringe. Meijerfeldt, der offensichtlich dieser Bote war, bedeutete alsbald den Danzigern, da\u00df sie sich statt auf ihre Privilegien &#8220;eintzig und allein auff Ihre M(ajest\u00e4)t gnade sich beruffen&#8221; und sich auch nicht einbilden sollten, da\u00df er,Meijerfeldt, ihre vermeintlichen Privilegien irgendwie ber\u00fccksichtigen w\u00fcrde.128 Meijerfeldt, der immer noch vergebens auf einen neuen Befehl seines K\u00f6nigs auf seine letzten Vorschl\u00e4ge wartete, bat nun Piper um Vermittlung bei Karl XII.: Er habe mit der Ausf\u00fchrung der Exekution bisher gez\u00f6gert, weil zwar in &#8220;2 \u00e5 3 stunden alles verw\u00fcstet und ruiniret werden_ aber so balde nicht remediret&#8221; werden k\u00f6nne, es aber doch sicherlich im Interesse des K\u00f6nigs sei, sich aufdiese Weise nicht &#8220;die kommende subsistence&#8221; f\u00fcr die Armee zu nehmen.129 Meijerfeldt wu\u00dfte aus Erfahrung sehr wohl Bescheid \u00fcber die unterschiedliche Qualit\u00e4t von Quartieren, und er dachte schon an den n\u00e4chsten Winter.130 Bessere Quartiere als das Danziger Werder waren in ganz Polen kaum zu finden.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">128 Meijerfeldt an Hermelin <\/span><span class=\"s6\">am<\/span><span class=\"s6\"> (7.).17.7.1705, RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns koncept, Karl\u00a0<\/span><span class=\"s6\">XII:s tid. <\/span><span class=\"s6\">vol<\/span><span class=\"s6\">. 80.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">129 Meijerfeldt an Piper vom 7.\/18.7.1705, RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns .<\/span><span class=\"s6\">..<\/span><span class=\"s6\"> vol. 100.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">130 Meijerfeldt an Piper vom 23.7\/3.8.1705, RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns .<\/span><span class=\"s6\">..<\/span><span class=\"s6\"> vol. 100.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 271<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Meijerfeldt erhielt, nachdem man in Rawicz eine Woche vergebens auf eine neue, bessere Erkl\u00e4rung der Danziger gewartet hatte, Seine n\u00e4chste Order. Sie war dem Inhalt nach ein von der Kanzlei aufgesetztes k\u00f6nigliches Schreiben, woraus geschlossen werden kann, da\u00df der vorsichtige Hermelin seinen K\u00f6nig zu einem etwas behutsameren Vorgehen hatte veranlassen k\u00f6nnen. F\u00fcr Danzig waren die Konsequenzen dieses Befehls allerdings schlimm genug: Da Danzig bisher noch keine befriedigende Abbitte f\u00fcr seine&#8221;Verbrechen und Vergehen&#8221;dem schwedischen K\u00f6nig gesandt habe, w\u00fcrden Meijerfeldt mit seinem Regiment und Oberst D\u00fccker mit seinen Dragonern in die Danziger\u00a0Werder einr\u00fccken und dort ihren Unterhalt fordern. Das Milit\u00e4r wurde aber angewiesen, &#8220;keine weitere Feindseligkeit anzuwenden&#8221;, so lange ihnen kein Widerstand geleistet werde. Nur f\u00fcr den Fall, da\u00df sich die Danziger wehren wurden, sollte Meijerfeldt zur &#8220;Exekution&#8221; schreiten, d.h. Kriegsma\u00dfnahmen einleiten.132<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">132 Karl XII. an Meijerfeldt vom 13.(23.)7.1705 (Rawicz). RA Kungliga koncept vol\u00a0<\/span><span class=\"s6\">35; Hermelin <\/span><span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Palmquist am 15. (25.<\/span><span class=\"s6\">)7.1705<\/span><span class=\"s6\">. <\/span><span class=\"s6\">RA Hollandica vol. 300.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 272<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Was der Rat unmittelbar versuchte, war mit Meijerfeldt zu verhandeln, aber vergebens. An zwei Tagen hintereinander war der Stadtsekret\u00e4r bei Meijerfeldt gewesen, und hatte diesen gebeten, Seine Mannschaft aus Quadendorf zur\u00fcckzuziehen. In diesem Dorf war es auch fast zu einem bewaffneten Zusammensto\u00df zwischen Einheimischen und den Schweden gekommen. Meijerfeldts Antwort war, da\u00df er nichts ohne Befehl seines K\u00f6nigs t\u00e4te, und &#8220;er hoffte auch nicht. Da\u00df die Stadt mit einem glorieusen K\u00f6nige, wegen einer solchen Kleinigkeit (weil er nur Subsistance vor die unterhabenden V\u00f6lcker zu fordern beordert war) Krieg anzufangen, gemeinet sevn w\u00fcrde&#8221;.136 Den Danzigern ging es eigentlich mehr um die Sicherheit der eigentlichen Stadt. Deswegen wurden keine Schweden mehr ohne P\u00e4sse durch die Stadttore eingelassen. Mit Meijerfeldt konnte sogar verabredet werden.\u00a0da\u00df wenn schwedische Soldaten den Stadtposten zu nahe k\u00e4men. Sie von den Danzigern arrestiert werden konnten. Und wenn sie unter die &#8220;mousquetterie k\u00e4men&#8221;, so waren sie sogar &#8220;mit Gewalt und feuergeben abzuhalten.\u201d 137 Die Stadt selbst wollten die Schweden auch gar nicht angreifen, das h\u00e4tte zu gro\u00dfmachtpolitischen Verwicklungen gef\u00fchrt.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">136 Au<\/span><span class=\"s6\">fz.<\/span> <span class=\"s6\">des<\/span><span class=\"s6\"> Danziger Stadtsekret\u00e4rs vom 31.7.1705, fol. 556, AP 300,31 17.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">137 Er\u00f6rterungen des Danziger Kriegsrats vom 1.8. <\/span><span class=\"s6\">und<\/span><span class=\"s6\"> 3.8.1705, AP 300.90\/4.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 273<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Was Cuypercrona \u00fcber die Geldforderungen behauptet hatte, traf nicht zu. Die Schweden trieben sehr wohl Kontributionen ein. Meijerfeldt hatte es von Anfang an vorgehabt. Was half es den Danzigern, wenn sie den Generalmajor wegen seines &#8220;unbefugten Unternehmens&#8221; zur Rede stellten: er berief sich auf die Order seines K\u00f6nigs und lie\u00df in den gesamten Danziger L\u00e4ndereien Kontributionen f\u00fcr den Monat August einkassieren. Schon am zweiten Tag nach dem Einmarsch der Schweden konnte der Rat an einer von Meijerfeldt im Dorf Letzkau ausgegebenen Liste nachlesen, was Meijerfeldt alles an Proviantierung und Geld verlangte, und man kam zu dem Schlu\u00df. da\u00df damit gut und gern 4000 Mann h\u00e4tten unterhalten werden k\u00f6nnen.139 Meijerfeldt selbst hat sich damals damit gerechtfertigt, da\u00df er nichts weiter &#8220;von den Landereyen begehret als die t\u00e4gl(iche) Subsistence&#8221; und nicht einmal in Geld. sondern &#8220;in natura&#8221;. Da er somit nur den &#8220;noht wendigen unterhalt allein&#8221; wolle, verst\u00fcnde er die gegen ihn bezeugte Hartn\u00e4ckigkeit nicht. 140<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">139 Die Schweden forderten 8456 Pfund Brot, 8456 Pfund Fleisch, 2114 Pfund Speck<\/span> <span class=\"s6\">2114 Kannen Gr\u00fctze. 4118 Kannen Bier. 6518 1\/4 Last Heu. 783 34 Scheffel Hafer<\/span> <span class=\"s6\">und 412 Gulden 24 Groschen Geld. Aufz. vom 31.7.1705. <\/span><span class=\"s6\">fol.<\/span><span class=\"s6\"> 557. AP 300.31117.<\/span> <span class=\"s6\">Als die Stadt nachrechnete, wieviel Soldaten Meijerfeldt hatte. <\/span><span class=\"s6\">kam<\/span><span class=\"s6\"> sie auf nur 1777<\/span> <span class=\"s6\">Soldaten (ebenda. fol. 559-560).<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">140 Meijerfeldt an Piper vom 28.7.18.8.1705. RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns .<\/span><span class=\"s6\">..<\/span><span class=\"s6\"> vol. 100.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\">Pag. 276-27<\/span><span class=\"s4\">8<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aus allen Teilen Polens. auch aus Polnisch-Preu\u00dfen, wurden die schwedischen Truppen zusammengezogen, um in Richtung Warschau zu ziehen, wo die Kr\u00f6nung Stanislaus&#8217; stattfinden sollte. Am 22. August erreichte Meijerfeldt der diesbez\u00fcgliche Befehl Karls XII. Vier Tage sp\u00e4ter brach er auf. um mit seinen 4 Dragonerregimentern \u00fcber Thorn nach Warschau zu marschieren. Dieser Befehl enthielt kein Wort mehr \u00fcber Danzig.148<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">So konnte Meijerfeldt dem Rat versprechen. da\u00df seineSoldaten nicht auch noch den Winter dableiben wurden. womit die pessimistischen Danziger schon gerechnet hatten. Zum Schlu\u00df kam der Generalmajor dann noch zum Ratspr\u00e4sidenten aufs Rathaus, um anzuk\u00fcndigen, da\u00df der Rest der &#8220;schwedischen Milice&#8221; in zwei Tagen abziehen werde und um &#8220;sich endlich f\u00fcr gute bewirtung&#8221; zu bedanken.149 Meijerfeldt hatte noch zur Kr\u00f6nung von Stanislaus mit einem Mitreisenden. Dem Kardinalprimas Radziejowski, gerechnet, der aus Angst vor einer Kaperung durch s\u00e4chsische Truppen sich gern unter den Schutz schwedischer Waffen gestellt h\u00e4tte. Aber entweder, weil er seine Angst nicht \u00fcberwinden konnte &#8211; in Danzig waren gerade in jenen Tagen an die f\u00fcnfzig s\u00e4chsische Soldaten_ mit falschen brandenburgischen P\u00e4ssen ausgestattet, entdeckt worden, die es offenbar auf ihn abgesehen hatten -. oder weil er sich doch nicht fir Karls XII. Zwecke hergeben wollte, er blieb in der Stadt und verstarb bald darauf,, Anfang Oktober, in Danzig.150<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Der Rat hat versucht penibel dar\u00fcber Buch zu f\u00fchren, was die Schweden in diesem August aus den L\u00e4ndereien der Stadt eingetrieben hatten.153 Nach seinen Berechnungen waren es insgesamt 95 738 Gulden Kontributionen.154 Die Naturalverpflegung, die Bereitstellung von Podwoden (Wagen). die &#8220;Benehmung der Pferde&#8221; hatten aber auch viel Geld gekostet. allein im Werder wurde der hierdurch entstandene Schaden auf 107 675 Gulden beziffert.&#8217;155 Es gabdaher jede Menge Bittschriften. in denen geklagt wurde, was die Schweden alles eingetrieben und auf welche Weise sie es getan hatten.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">148 Karl XII. an Meijerfeldt <\/span><span class=\"s6\">am<\/span><span class=\"s6\"> 29.7. <\/span><span class=\"s6\">(7.8.) 1705, in: Konung Karl XII:s <\/span><span class=\"s6\">egenh\u00e4ndiga<\/span> <span class=\"s6\">bref. S. 344.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">149 Aufz. <\/span><span class=\"s6\">des<\/span><span class=\"s6\"> Ratspr\u00e4sidenten vom 14.8.1705. fol.573, Aulz. des Gespr\u00e4chs zwischen<\/span> <span class=\"s6\">Meijerfeldt und dem Ratspr\u00e4sidenten 26.8.1705, fol. 588r, Bericht von der Lindes<\/span> <span class=\"s6\">vom 31.8.1705. <\/span><span class=\"s6\">fol.581<\/span><span class=\"s6\">, AP 300,31\/17; Cuypercrona an das Kanzleikollegium vom<\/span> <span class=\"s6\">16.\/26.8.1705, an Karl XII. vom 18.\/28.8.1705, RA Polonica vol. 260.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">150 Cuypercrona <\/span><span class=\"s6\">an<\/span><span class=\"s6\"> Karl XII. <\/span><span class=\"s6\">vom<\/span><span class=\"s6\"> 22.8.\/1.9.1705 und 29.8.\/8.9.1705_ RA Polonica vol.<\/span> <span class=\"s6\">260; Radziejowski an Piper vom 21.8.1705. RA Kanslitj\u00e4nstem\u00e4ns &#8230; vol. 101: Cieslak 1986, S. 14; Karoljuk, S. 133.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">\u200b<span class=\"s6\">153 Der Reze\u00df &#8220;Meverfeldsche Schwedische Contribution der L\u00e4ndereyn d. ad 1705&#8221;. AP 300,31\/17 enth\u00e4lt Quittungen Meijerfeldts \u00fcber die &#8220;Subsistence-Gelder&#8221; und Dorf f\u00fcr Dorf aufgestellte Verzeichnisse was ihm bezahlt und an Nahrung &#8220;accordirt&#8221; worden ist.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u200b<span style=\"font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">154 Meijerfeldt hatte sp\u00e4ter Schwierigkeiten mit seinen Abrechnungen und bat Danzig nachtr\u00e4glich um einen Attest dar\u00fcber, was er aus den L\u00e4ndereien herausgeholt hatte. (Meijerfeldt an den Rat Danzigs vom 24.3.1706, AP 300,31\/17) Die Aufid\u00e4rung\u00a0<\/span><span class=\"s6\">dieses sehr verwickelten Gesch\u00e4fts nahm \u00fcber ein Jahr in Anspruch. &#8220;Attestation wegen der Meijerfeldtschen Contribution&#8221;(von 1705) dat. 25.1.1707, Stadt Danzig an Meijerfeldt 25.1.1707, AP 300,27\/100. Die Werderschen Einsassen zahlten 52\u00a0<\/span><span class=\"s6\">716 Gulden (50 Gulden pro Hufe), diejenigen D\u00f6rfer, die auf der Nehrung und in der Scharpau ohne Eiquartierung geblieben waren, muBten sich mit 72 Gulden pro<\/span><span class=\"s6\"> Hufe freikaufen (Nehrung 19 430 Gulden, Scharpau 16 317 Gulden) Die H\u00f6he\u00a0<\/span><span class=\"s6\">bezahlte<\/span><span class=\"s6\"> nach dieser Aufstellung 5875 Gulden (im Konzept fol. 627 waren es 14 004 Gulden), und dann war noch eine &#8220;gewiBe Figur&#8217; von 1 400 Gulden (wohl an den General-major pers\u00f6nlich). Siehe auch Aufstellung im Brief Meijerfeldts an den Rat vom 30.12.1706. <\/span><span class=\"s6\">fol.<\/span><span class=\"s6\"> 624 und Antwortkonzept fol. 628. AP 300.31\/17. Die \u00e4lteren Danziger Geschichtswerke erw\u00e4hnen nur die Summe der Werderschen Einsascen, Gralath, Bd. 3, S.244, Lengnich, Bd. 9. S. 192. Nach Keyser, S.129 und der Historia Gdariska, Bd. III\/1. S. 487 wurde von den Bauern eine Kontribution in einer H\u00f6he von nur 50 000 Gulden erpre\u00dft, was offensichtlich eine viel zu niedrige Zahl ist. Insgesamt erhielt das schwedisceh Generalkriegskommissariat aus Polnisch-<\/span><span class=\"s6\">Preu\u00dfen und dem Ermland <\/span><span class=\"s6\">ab<\/span><span class=\"s6\"> Ende 1704 bis August 1705 306 385 Taler Silberm\u00fcnze. Grauers 1969b, S. 120.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">155 &#8220;Was die Werderische D\u00f6rfer A\u00b0 1705 ohne die S. Excell. dem Hn Genral-Major Meyerfeldt gezahlete Contribution und veraccordirte Podwoden \u00e5 50 fl. von jeder Hube. <\/span><span class=\"s6\">damals<\/span><span class=\"s6\"> noch absonderlich zahlen mir\u00dfen&#8230;..&#8221; 2.9.1706 fol. 613-615. AP\u00a0<\/span><span class=\"s6\">300.31\/17.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 279<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Standhaftigkeit Danzigs in der Aff\u00e4re um die zwei polnischen Magnaten bezahlten schlie\u00dflich die Bauern der Danziger L\u00e4ndereien. Die v\u00f6llige Zerst\u00f6rung der Werder. wiesie Karl XII. anfangs als Bestrafungsma\u00dfnahme befohlen hatte, war durch seine Kanzlei und wohl auch Meijerfeldt, der darauf aus war. Geld und Proviant f\u00fcr seine Truppen zu bekommen, in eine Besetzung umgewandelt worden, durch die Kontributionen eingetrieben werden konnten<\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 280<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&#8220;Sie sind in solchen \u00e4ngsten in Dantzig als sie jehmals gewesen&#8217;_ hatte Mitte Juli 1705 Generalmajor Meijerfeldt seinem K\u00f6nig berichtet.1 Diese \u00c4ngste waren nach Abzug der Meijerfeldtschen Regimenter nicht verschwunden, denn sie beruhten auf der Unberechenbarkeit der milit\u00e4rischen Operationen in Polen und wurden nicht nur durch die Bewegungen der schwedischen, sondern ebenso durch die Vorst\u00f6\u00dfe s\u00e4chsischer und nun auch russischer Truppen verursacht.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #000000;\">1. <span class=\"s6\">Meijerfeldt an Karl XII. vom 7.\/18.7. 1705, RA Skrivelser till Konungen. Karl XII<\/span><span class=\"s6\">:s <\/span><\/span><span class=\"s6\" style=\"color: #000000;\">tid Ser. 1.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span class=\"s4\" style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Pag. 294<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"s3\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die neuen Universalien seien &#8220;unertr\u00e4glich&#8221;: Was man Meijerfeldt bezahlt habe, habe man noch l\u00e4ngst nicht verwunden, ebensowenig seien die wegen der schwedischen Truppen vor einigen Jahren vorgeschossenen 100 000 Reichstaler den Kreditoren zur\u00fcckbezahlt.53<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\"><span class=\"s6\">53 Stadt Danzig an Ekeblad vom 30.1.1708, an Karl XII<\/span><span class=\"s6\">..<\/span> <span class=\"s6\">an Stanislaus, an Piper und an Keckerbarth, alle vier vom 31.1.1708. <\/span><span class=\"s6\">AP 300, 27\/101.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannes Saarinen, \u201cDanzig und Karl XII. im Nordischen Krieg\u201d, in \u201cB\u00fcrgerstadt und absoluter Kriegsherr\u201d, Finnische Historische Gesellschaft, Gef\u00f6rdert von der Copernicus-Vereinigung zur Pflege der Heimatkunde und Geschichte Westpreu\u00dfens e.V., M\u00fcnster\/Westf., Helsinki 1996. Pag. 209 (1703) Au\u00dferdem hatten sich seine Offiziere, wie D\u00fccker und Meijerfeldt, oft und lange in Danzig aufgehalten. 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